Gesundheit – ein Weg zu mir selbst

 

Um meine Arbeit mit Patienten, mit Dir zu verstehen, hier kurz etwas aus meinem Leben. Es zeigt, wie ich zu meiner heutigen Arbeit komme.

 

Ständige Arztbesuche seit meiner Kindheit, zahlreiche Therapien, Symptomanalysen. Fehltage in Schule und Beruf, Sorgen: mein Alltag. Ich war stets im Glauben, kränker und anfälliger als andere zu sein, zweifelte an mir. Als Baby um Luft ringend, unzählige Unfälle, ständige Pausen einlegen müssen, schwaches Bindegewebe: mein früherer Alltag.

 

Glutenunverträglich, Darmprobleme, schwere gesundheitliche Herausforderungen. Haltungsprobleme, Rückenschmerzen, chronisch degenerative Knieprobleme, ich sollte operiert werden, doch machte nicht mit. Alles zwang mich zur Aufgabe meines Lieblingssports: Parkour.

 

Die Folgen von all dem: Mobbing, soziale Ausgrenzung, Minderwertigkeitsgefühle – die Diagnose: Depression. Und wieder Folgen: Therapien, Therapeuten. Unzählige Meinungen, keine traf wirklich zu, kaum ein Bezug auf meine persönliche Situation, keine vernetzende Betrachtung meiner Person, meines Seins.

 

Mir blieb nur, mich auf den Weg zu machen nach dem eigenen Glück, nach meiner wirklichen Gesundheit:

- meine Eltern standen, trotz eigener Kämpfe, immer an meiner Seite, sie gaben mir Zuversicht, halfen mir, einen Weg zu suchen und zu finden,

-  über eine anthroposophische Schulbildung, Waldorfschule,

-  hatte großes Glück durch viele tiefe Begegnungen mit Lehrern und anderen Menschen.  

 

Mit 13 fing ich ein eigenständiges Training an. Mit 14 machte ich mich „auf den Parkour“ und fragte mich, was natürliche Bewegung ist. Mit 15 entdeckte ich Yoga und Meditation. Spiritualität und meine Psyche hielten Einzug in mein Sein. Mit 18 kamen die Unverträglichkeiten und die funktionelle Medizin in mein Leben. Ernährungsanalyse, Stoffwechsel, Immunsystem. Die Osteopathie und die Naturheilkunde, die Selbstfindung, auch geistig spirituell, zeigten erste Erfolge bei mir.

 

Nächste Schritte:

- Die systemische Therapie, das Familienstellen: ein Weg zu mir selbst.

- 4 Jahre Einzelbegleitung, intensiv, wöchentlich, mehrere tiefenpsychologische, systemische, körperorientierte Analysen in spirituellem Rahmen nach Gunter von Stritzky.

- Endlich die Heilpraktiker Erlaubnis

 

Der Weg zu Sexualität, Single sein. In Beziehung sein. Polyamorie, Tantra. Hürden in der Männerarbeit überwinden. Rolle und Identität als Mann und Mensch, der Umgang, die Nähe zu Frauen erfahren und zulassen.

 

 

 

Heute:

Nicht jedes Symptom ist weg. Ich habe immer noch chronische Rückschmerzen, sie zeigen sich besonders stark nach emotionalem Stress. Das hilft mir, mehr auf mich zu achten. Der Körper spricht zu mir. Ich gehe nicht mehr den Weg der Verantwortungsübernahme für andere, ich helfe Wege zu finden, zu zeigen.

 

Manches ist noch gegenwärtig, aber es sind keine dunklen Schatten mehr, es sind Aufforderungen zum körperlich-geistig seelischem Wachstum.

 

ICH MÖCHTE MUT MACHEN.

Mut, zu sich zu finden, nicht gegen sich,

sich selbst zuzuhören, hineinzugeben, die Lebensaufgabe zu finden, sie anzunehmen, Hoffnung behalten, nicht in Naivität der klassischen Medizin alleine zu vertrauen, neue Wege suchen und finden aber auch mitunter Schicksale anzunehmen und in Demut dem Leben gegenüberstehen.

 

Danke für die Geduld das alles zu lesen und nachzufühlen